"Wegmarken - Ein kulturelles Zeichensystem"


Liebe GemeindebürgerInnen, 

 

das Buch "Wegmarken" ist ja bereits in aller Munde und nun haben wir diese auch für Sie im Gemeindeamt aufliegen.

 

Anbei die Pressemitteilung zum LEADER-Projet "Wegmarken":

 

Bildstöcke und Tabernakelpfeiler, Kapellen, aber auch Kreuze erzählen schon seit Jahrhunderten ihre Geschichten. Das LEADER-Projekt „Ein kulturelles Zeichensystem - Wegmarken in der Kleinregion Gleisdorf“ hat sich dieser Geschichten angenommen und zeigt in einem Buch sowie auf einer Onlineplattform diese kulturellen Denkmäler aus einer besonderen Perspektive. Das Ergebnis des LEADER-Projekts mit seinen Geschichten lädt zu Ausflügen ein, um mit einem besonderen Blick auf die Wegmarken selbst innezuhalten. Die Gesamtkosten betrugen Euro 40.000, davon wurden Euro 32.000 über das LEADER-Programm gefördert.


„Wie entlegen auch Wege sein mögen, in vielen Teilen der Oststeiermark vergeht kaum ein Kilometer ohne die Präsenz von Klein- und Flurdenkmälern“, so beginnt der Autor Martin Krusche seine Erzählung auf der Rückseite jenes Buches, welches sich im Rahmen des LEADER-Projekts den Klein- und Flurdenkmälern der Kleinregion Gleisdorf widmet. Diese Wegmarken sind Zeugen dafür, dass Menschen Trost suchen oder Dank spenden.

 

„Die kulturellen Denkmäler sind von Menschen für Menschen gemacht - als Zeichen der Erinnerung an Vergangenes“, so Peter Moser, Projektleiter und Vizebürgermeister der Gemeinde Ludersdorf-Wilfersdorf. So erzählt das Buch interessante Geschichten, die zum Innehalten einladen, wie beispielsweise jene über die Pestjahre in der Steiermark. Sie hat in den vergangenen Jahrhunderten fast ganze Dörfer ausgerottet, weshalb Holzkreuze aufgestellt wurden, um für himmlische Unterstützung zu bitten. An deren Stelle hat man später Tabernakelpfeiler gestellt, da die Holzkreuze zu vergänglich waren. Auch findet sich im Buch die Geschichte vom „Materl mit Lenkrad“ an der B65 in Ludersdorf. Im Jahr 1956 kam an dieser Stelle der Mühlenbesitzer Julius Techert mit seinem Auto ums Leben. Seine Hinterbliebenen haben das Materl mit dem Unfall-Lenkrad versehen und sich mit folgenden Satz getröstet: „Gott hat es so gewollt“.

 

Hans-Peter Zaunschirm, Bürgermeister von Ludersdorf-Wilfersdorf, erklärt die Begrifflichkeit „Wegmarken“, die das Buchcover schmückt: „Dass mit dieser etwas sperrigen Bezeichnung alle sichtbaren, von Menschenhand geschaffenen Zeichen gemeint sind, wissen nicht viele. So gesehen war es gut, ein Buch zu gestalten, welches die Menschen auf Grenzsteine, Meilensteine, Kreuze, Bildstöcke, Kapellen, Skulpturen und Gebilde aufmerksam macht. Es weist auf ihre unmittelbare Geschichte hin und führt vor Augen, warum diese ‚Wegmarken‘ entstanden sind.“

 

Das Buch gewinnt an Aussagekraft aufgrund der besonderen Bilder, die ihre eigene Geschichten erzählen. Hierbei ist es dem Fotografen, Richard Mayr, gelungen, neue Blickwinkel zu finden, um das „Gewohnte“ neu zu entdecken.

 

Christoph Stark, Bürgermeister der Stadtgemeinde Gleisdorf, bringt es auf den Punkt: „Mit dem LEADER-Projekt ‚Wegmarken‘ wurde nun erstmals eine Bestandsaufnahme vollzogen, mit der nicht nur eine zahlenmäßige und aufwändige „Inventur“ vorgenommen wurde, sondern auch ein Sichtbarmachen von Geschichte und Gesellschaftsentwicklung, von Spiritualität und Glaubenskultur einhergehen.“

 

Robert Schmierdorfer, Bürgermeister der Gemeinde Albersdorf-Prebuch, ergänzt dazu „Wenn wir genau hinsehen, können wir überall wohin unsere Augen auch blicken, Zeichen sehen, die uns den Weg vorgeben.“ „Oder eine spannende Geschichte erzählen, die man nun im Buch detailliert nachlesen kann“, freut sich auch Werner Höfler, Bürgermeister von Hofstätten an der Raab, über das gemeinsame Projekt der Kleinregion Gleisdorf und ergänzt noch: „Die Pflege und das Erhalten solcher Wegmarken obliegt oftmals den Gemeinden, aber auch sehr vielen privaten Personen.“ Wie man anhand des Buches erkennen kann, ist dieses Erhalten von „kulturellen Zeichen“ identitätsstiftend.

 

Ziel des vorliegenden Werkes ist es in Kindergärten, Schulen, Büchereien und öffentlichen Lokalen präsent zu sein, damit die Bewohner:innen der Region sich ein Bild von ihrer unmittelbaren Umgebung machen können und damit mehr Bezug zu ihrer Heimat haben.

 

Alle Interessierten können sich bei den Gemeindeämtern Albersdorf-Prebuch, Gleisdorf, Hofstätten/Raab und Ludersdorf-Wilfersdorf melden, um eine kostenlose Ausgabe des Buches zu erhalten. Aber aufgepasst: die Stückzahl ist begrenzt!

 

Online ist das Werk wie folgt zu finden: www.tinyurl.com/yxfyvozo

 

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht

Ihr/Euer

Bgm. Werner Höfler



Datum: Donnerstag, 07.04.2022
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